
Die frühen Kelten
Urnenfelderzeitlicher Krieger
Süddeutschland, Hallstatt B, 900-800 v. Chr.
Mit Beginn der Bronzezeit, ab ca. 2.500 v. Chr.,
werden die bis dahin aus Flintstein oder Kupfer
gefertigten Waffen wie Dolche, Lanzenspitzen oder
Pfeilspitzen aus Bronze hergestellt.
Ab der mittleren Bronzezeit, ca. 1.500 v. Chr., findet
sich das neu entwickelte Schwert. Etwas später, etwa
ab 1.300 v. Chr. tritt die erste metallene
Schutzbewaffnung, also Schild, Helm und Körperpanzer
auf. Folgt man den Erzählungen der Illias, die etwa zu
dieser Zeit handelt, wurden diese Waffen nicht von
einer Kriegerkaste, sondern von reichen Mitgliedern
der spätbronzezeitlichen Gesellschaft getragen und
verwendet. Die Waffen waren also auch gleichzeitig
ein wichtiges Statussymbol.
Die Farbzeichnung zeigt einen vollgerüsteten Mann
aus dem 9. Jhd. v. Chr. Seine Kleidung besteht
aus einer wollenen Tunika und Lederschuhen.
Ein Mantel aus Wolle wird bei schlechtem Wetter
getragen. Entsprechende Funde stammen aus den
Salzbergwerken in Hallstatt, Österreich.
Alle metallenen Angriffs- und Schutzwaffen des Kriegers stammen aus Süddeutschland.
Helm und Schild aus dem Main bei Bamberg, die Beinschienen aus dem Landkreis Neuburg-Donau. Vom Körperpanzer liegen aus Bayern nur Bruchstücke vor, man kennt komplette Panzer jedoch aus der Schweiz und Frankreich.
Lanzenspitzen und lange Hiebschwerter des 9. Jhd. v. Chr. fanden sich in bayerischen Flüssen, Seen oder Passübergängen. Das gezeigte Schwert stammt aus München-Trudering.
Manche Details, wie zum Beispiel das Ortband am Ende der
Schwertscheide oder bestimmte Zierelemente sind aber deutlich mit denen der frühen Kelten ab 800 v. Chr. verwandt.
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Recherche, Konzept, Zeichnungen: |
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© Der Salzherr von Hallstatt |
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