West- und Osthallstattkreis


West-und Osthallstattkreis
Wenn stets von der Hallstattzeit die Rede ist, so ist der Begriff der Hallstattkultur keineswegs synonym zu verwenden.
Da es sich nicht um eine über weite Regionen einheitliche Kultur handelt, sondern um ein zeitgleicher, regional begrenzter Fundgruppen mit all ihren Eigenheiten, die durch wenige grundsätzliche Gemeinsamkeiten, wie eine gewisse Einheit im Sachbesitz, miteinander verbunden sind.
Bei Grabfunden von Hallstatt ist aufgefallen, daß sich die dort vorkommenden Sachformen sich auf zwei Regionen verteilen lassen, eine östliche, mehr an Italien orientierte, sowie eine westliche, für die zahlreichen Schwertgräber.
Wobei der Ort Hallstatt in Oberösterreich selbst, durch dessen geographische Lage und seiner Rolle als weitreichendes Salzhandelzentrum, die Trennlinie des Ost-und Westhallstattkreises bildet.

Seltener ist ein sogenannten “Panzergrab” zu finden, mit den Beigaben von Bronze Helm und Panzer, Schild und Lanzen usw.
Das schwere Hallstattschwert des Westkreises findet im Osten sein Pendant in der Standardbewaffnung mit Kampfbeil und zwei Lanzenspitzen ergänzt durch reiche, im Westen niemals auftauchende Schutzwaffen, allem voran bronzene Helme und Brustpanzer. 
Sie sind so verschieden ausgeprägt daß man vermutlich von zwei unterschiedlichen, nur locker in Kontakt stehende

© Der Salzherr von Hallstatt
www.hallstattzeit.de

n, Kulturen sprechen kann.

 

links: Panzergrab, Körperbestattung unter Tumulus, bei Bauarbeiten entdeckt und leicht gestört.
Bronzepanzer, Helm mit zusammengesetzter Kalotte, Rechteckiger Schildbeschlag aus Eisen, Fragmente einer Pferdetrense aus Eisen, Fragmente von 2 Eisenlanzenspitzen, Bronzeperle, kleiner Ring,
7 Tongefässe.
Slowenien, Novo mesto, Dolenjsko, Kandija, Hügel am Stadion, Grab 1.
Ha C 2.

Im Westkreis wo vor allem die regelhafte Beigabe von Schwertern in Grabkammern unter Hügeln ein gemeinsames Grundprinzip des Totenbrauchtums bezeichnet, sind auch die Beigabe von vierrädrigen Wagen möglich.
Dagegen erscheint im östlichen Kreis der bewaffnete Reiterkrieger im Grab, der mitunter nicht bloß die Schirrung, sondern sein Pferd mitführt.

oben: Originalzeichnung von Griffzungenschwertern
aus dem Grabungsprotokoll von J. G. Ramsauer
aus dem Gräberfeld von Hallstatt (Oberösterreich).

Zwei miteinander engverbundene und doch sehr unterschiedliche Kulturen

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Bilder :

Hochdorfer, Wagengrab zb VIX.