

oben: Schwert aus
Eisen mit Griffschale
und Knauf aus Elfenbein
mit Bernsteineinlagen,
Oberösterreich
Hallstatt, Grab 573, C2.
k

oben: Zwei Bronze Ringe
(beide ca. 4,5 cm durchmesser)
mit je zwei Bronze Zwingen,
Oberösterreich, Hallstatt, Grab 496, C2.
Replikat dient als Schwertgehänge.
oben links: Rekonstruktion eines
Griffzungenschwertes aus Eisen Typ Mindelheim.
oben rechts: mit Schwertscheide und Ortband.

links: Originalzeichnung von Griffzungenschwertern aus dem Grabungsprotokoll von J. G. Ramsauer aus dem Gräberfeld von Hallstatt (Oberösterreich).
Schwert



oben: Griffzungenschwert Typ Mindelheim aus Bronze, länge 84 cm, Oberöstereich, Hallstatt, Grab 126, C1b.


links: Griffzungenschwert Typ Mindelheim und Flügelortband beides aus Bronze, Hessen, Frankfurt a. Main, Stadtwald, C1b.
Die Waffen wurden in der hölzernen Scheide an einem Schulter- oder Leibgurt getragen.
Am unteren
Scheidenende dem Ort, war ein bronzenes Ortband festgenietet das das Durchstoßen der Scheide heim Einführen der Waffe verhindert.
Man kennt hauptsächlich zwei Typen, die entweder eingerollt oder gestreckte Flügel besitzen.
Aus dem
Gesamtverbreitungsgebiet liegen über 600 Bronze-und Eisenschwerter und mehr als 120 Ortbänder vor.
Mit dieser Gräberschicht fasst man nicht den gewöhnlichen Bauern oder Handwerker, sondern gewissermaßen den Landadel.
Die Rekonstruktion
Das eiserne Griffzungenschwert von Typ Mindelheim hat eine länge von 81cm mit
Schwertscheide 91cm.
Die Klinge hat einen rautenförmigen Querschnitt.
Der aufgenitete hölzerne Griff besteht aus zwei Griffschalen und einem gedrechselten Pilzknauf mit geometrischen Schnitzereien.
Die Schwertscheide ist aus Holz
gefertigt, und mit Knochenleim und Leinen bezogen, als Schutz wurde Leinenöl eingelassen.
Als Schwertort dient mit einer Niete, aufgeniteter gestreckter Flügelortband aus Bronze.
Beim hallstattzeitlichen Schwertgehänge hatten sich
die größten Schwierigkeiten gezeigt, da es so gut wie keine archäologischen Funde gibt.
Die Frage war, soll ein Schulter oder Leibgurt rekonstruiert werden, die Entscheidung fiel auf einen Schultergurt wie sie es zb. die Griechen und
Etrusker verwendeten.
Glücklicherweise gibt es einen Fund aus dem Gräberfeld von Hallstatt, Schwertgrab 496 (C2), von Zwei Bronzeringen, beide ca. 4,5cm Durchmesser, mit je zwei Zwingen, die sich hervorragend anbieten als Bestandteil
eines Schwertgehänges.

oben: Flügelortbänder aus
Bronze, Bayern, Oberpfalz
C1b/C2
ganz oben: breite 15,5 cm.

Griffzungenschwert Typ Mindelheim und Flügelortband
Das Schwert gilt schlechthin als das Statussymbol
der frühhallstattzeitlichen Oberschicht.
Es wurde sowohl in Bronze gegossen als auch aus dem
neuen Werkstoff Eisen geschmiedet.
Das charakteristische Langschwerter vom Typ Mindelheim
hat eine schwere, breite Klinge mit dachförmiger Spitze
sie ist eine ausgesprochene Hiebwaffe.
Der Schwertgriff mit den so genannten Glocken- oder
Pilzknauf kann aus dem material Bronze,
Elfenbein oder Holz hergestellt sein.
© Der Salzherr von Hallstatt
www.hallstattzeit.de


