Männertracht
Die hallstattzeitliche ostalpine Männertracht
Die Rekonstruktion der hallstattzeitlichen Tracht zeigte
sich als besonders schwierig, da es aus der hier zu
behandelnden Zeit, sich so gut wie keine organischen
Materialien erhalten haben, außer kleine Fragmente.
Als die wichtigste Informationsquelle dienen die
sogenannten Situlenkunst, mit ihren bildlichen
Darstellungen, wobei sie ca.100 Jahre jünger sind.
Was auch hilfreich ist, sind die zeitgleichen bildlichen
Darstellungen benachbarter Kulturen wie zb. die
Griechen, Etrusker.
In frage kommen für die sehr bunten Textilien Wollstoff
und Leinen aus tierischen und Pflanzlichen Fasern,
die schon sehr fein gewebt sein können.
oben: Festlich Gekleidete
Männer mit Hut und karierten
Mantel, auf einer Situla,
Italien, Bologna, Certosa.
Die Bronzenadel
Die Männer waren nur kärglich mit metallenem Schmuck ausgestattet.
Es gibt lediglich ein Objekt, das regelmäßig vorhanden ist, nämlich die Bronzenadel. Sie finden fast ausschließlich Verwendung als Mantelschliessen. Getragen wurde sie über der rechten Schulter. Die typische Nadel aus dem Gräberfeld von Hallstatt (C2) ist die Mehrkopfnadel. Fast regelmäßig kommen Bronze oder Gebein Spitzenschützer zur Nadel dazu. Besonders die regionalen und vor allem zeitlichen Modeschwankungen, macht die Nadeln zu einem erstrangigen chronologischen Indikator, mit dessen Hilfe lassen sich Trachtentwicklungen und Provinzen ablesen, sowie die zugehörigen Grabbeigaben zeitlich exakt bestimmen lassen. In der folgenden Stufe D werden sie dann endgültig durch die wie eine moderne Sicherheitsnadel funktionierende Fibel abgelöst.
oben: Kampfszene zwischen zwei Reitern von Fußkämpfern begleitet. Ganz rechts ein mit sehr großen
Hut und Mantel bekleideten Mann. Gürtelblech aus Vacé in der Krain, Slowenien, 6 Jh.v.Chr.
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Der Hut
In der Hallstattzeit scheint es viele verschiedene, zum teil sehr barock wirkende Hutformen gegeben zu haben.
Der barokwirkende Hut wird zur Festtagsbekleidung gehört haben, aus welchen Material er bestand ist unbekannt.
Der Mantel
Wie auf den Situlen zu sehen ist scheint der Mantel die Festtags Bekleidung zu sein.
Der Mantel dürfte kariert gewesen sein, und bis zu den Füßen gereicht haben.
Verschlossen wurde sie mit einer Bronzenadel.
Die Tunika
Die sogenante Tunika oder Kittel wird sicherlich als Standard Bekleidung,
im ostalpinen Bereich, wie bei den Griechen und Etruskern zu sehen sein.
Ob sie mit oder ohne Ärmel, und was sie für einen Schnitt (vermutlich glockenförmig)
hatten, ist leider nicht genau zu erkennen.

© Der Salzherr von Hallstatt
www.hallstattzeit.de
oben: Ostalpine Bogenfibel
6.Jh. v.Chr. mit Anhänger und Klapperschmuck.
Most na Soci, Slowenien.
oben links: Repliken, Nadel mit
Spitzenschutz aus Gebein und
Bronze Nadel 34 cm, C2
oben rechts: Zwei Mehrkopfnadeln
mit Spitzenschutz aus Bronze,
Hallstatt, Grab 697,
oben: Paukenfibeln aus Bronze, Durchmesser der grossen Pauke 4,0 cm, 6 Jh. v.Chr., Bayern.
Die Bronzenadel
Die Männer waren nur kärglich mit metallenem Schmuck ausgestattet.
Es gibt lediglich ein Objekt, das regelmäßig vorhanden ist, nämlich die Bronzenadel. Sie finden fast ausschließlich Verwendung als Mantelschliessen. Getragen wurde sie über der rechten Schulter. Die typische Nadel aus dem Gräberfeld von Hallstatt (C2) ist die Mehrkopfnadel. Fast regelmäßig kommen Bronze oder Gebein Spitzenschützer zur Nadel dazu. Besonders die regionalen und vor allem zeitlichen Modeschwankungen, macht die Nadeln zu einem erstrangigen chronologischen Indikator, mit dessen Hilfe lassen sich Trachtentwicklungen und Provinzen ablesen, sowie die zugehörigen Grabbeigaben zeitlich exakt bestimmen lassen. In der folgenden Stufe D werden sie dann endgültig durch die wie eine moderne Sicherheitsnadel funktionierende Fibel abgelöst.


