
oben: Deutlich sichtbar sind die Ähnlichkeiten des ostalpinen Kriegers gegenüber beim vermutlich als Vorbild zu sehenden griechischen schwerbewaffneten Hopliten um 600 v.Chr.
Der schwerbewaffnete griechische Hoplit mit seinem Korinthischen Helm, Glockenpanzer,
und Beinschienen aus Bronze, sowie Rundschild und bewaffnet mit zwei Lanzen,
diente für den ostalpinen Krieger zur Hallstattzeit als Vorbild.
Ebenfalls sind Ähnlichkeiten bei den etruskischen Kriegern aus Italien (6 Jh. v. Chr.) vorhanden.
oben: Etruskische Krieger (6 Jh. v.Chr.). vorderer Krieger wie griechischer Hoplit, mittlerer Krieger trägt ähnlichen Helm wie der hier rekonstruierte, hinterer Krieger hat einen Schüsselhelm, sowie Schnabelschuhe an.
oben: Situla von Vacé in Slowenien
oben: Situla, Italien, Ceratosa.


Eine wertvolle Ergänzung neben archäologischen Funden stellen die wenigen bildlichen
Darstellungen von Kriegerszenen auf Bronzetreibarbeiten der Situlenkunst dar.
Waffen spielten in der Hallstattzeit eine gesellschaftliche wichtige Rolle.
Die Bewaffnung des Mannes hatte nicht nur praktische Funktion so sollte es auch
soziale Stellung zeigen.
|
© Der Salzherr von Hallstatt |
o
Allgemeines


oben: Gruppe etruskischer Krieger aus dem 6 Jh. v.Chr..
Der “König” trägt zusätzlich zur üblichen
Hopliten Panzerung, Bein und Armschienen und eine Mitra (Unterleibschutz) aus Bronze.

links: Ostalpiner Krieger
(6 Jh.v.Chr.) mit zwei Lanzen bewaffnet, als Schutz tägt er einen Helm
mit Krempe und Schild.

Die Idealbewaffnung eines ostalpinen Kriegers bestand aus einem Helm, Brustpanzer und Beinschienen aus
Bronze, dazu ein Schild sowie zwei Lanzen und ein eisernes Kampfbeil.
Bei einem Krieger aus Hallstatt in Oberösterreich währe noch zusätzlich ein Schwert aus Bronze oder Eisen möglich.
Die Schutzbewaffnung bleibt in ihrem
archäologischen Nachweis auf den östlichen Hallstattkreis beschränkt mit Ausnahme von Hallstatt selbst.
oben: Rekosnstruktion eines ostalpinen
Reiters nach Funden aus Panzergräbern, C2.

oben: Korinthische Vasenmalerei aus dem 7.Jh.v.Chr. zeigt griechische Hopliten in die Schlacht ziehen. Griechenland, Chigikanne.
Die Rekonstruktion und Darstellung
eines hallstattzeitlichen ostalpinen Kriegers, um 650 v.Chr.
Der Schwerpunkt der Darstellung und Rekonstruktion soll beim sogenanntem “Salzherren” liegen, der aus Hallstatt in Oberösterreich kommt. Da Hallstatt in Oberösterreich an der Schnittgrenze zwischen Ost-Westhallstatkreis lag, ergibt sich ein interessantes archäologisches Fundbild und eine vielseitige Darstellung.


oben:
Ostalpiner Krieger um 650 v.Chr. mit Glockenpanzer, elastischen Beinschienen sowie Helm mit zusammengesetzter Kalotte aus
Bronze und ein Eisenschwert von Typ Mindelheim.

oben: Gürtelblech (Situlenkunst) aus Vacé in der Krain, Slowenien, 6 Jh.v.Chr. Kampfszene zwischen zwei Reitern von Fußkämpfern begleitet. Die Reiter sind mit Helm, Beil und Lanze bewaffnet,die Fußkämpfer tragen nach Art griechischen Hopliten Helm, Schild und zwei Lanzen.Die Dargestellten Lanzen, Äxte und Helme sind in originalen Grabfunden überliefert.


